129 - Wieviel Indien ist bei dir zu Hause auf der Matte?

Shownotes

"Wieviel Indien ist bei dir zu Hause auf der Matte?" Diese Frage hat mich von einer Hörerin erreicht. In dieser Folge nehme ich dich mit auf eine ehrliche Reise zwischen zwei Welten: Wie sieht meine Sadhana heute aus, jetzt wo ich nicht mehr in Indien bin? Was hat sich verändert, was ist geblieben und was trägt mich durch den Alltag hier in Europa? Ich spreche darüber, ob ein spirituelles Leben in Indien wirklich leichter fällt, wie du Yoga und Spiritualität auch im westlichen Alltag leben kannst und, was es bedeutet, zwischen den Welten zu leben und doch ganz in dieser Welt zu sein. Für alle, die sich fragen: Wie bleibt die Praxis echt, wenn das Leben drumherum alles andere als spirituell ist? Viel Freude beim Hören!

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Transkript anzeigen

00:00:19: Von Herzen willkommen bei Make Yoga Your Lifestyle, dem Podcast für wedische Weisheit und bewusste Lebensführung.

00:00:25: Ich bin Leale Mang und ich begleite Frauen dabei, Yoga nicht nur zu praktizieren sondern als innere Haltung und Lebensweg zu verkörpern.

00:00:33: Dieser Podcast ledig ein Klarhalt Orientierung und Verbindung in dir selbst zu finden jenseits von Selbstoptimierungsdruck und der ständigen Suche im Außen.

00:00:45: Wie viel Indien ist bei dir Zuhause auf der Matte?

00:00:49: Diese Frage hat mich von einer höheren erreicht.

00:00:52: In dieser Folge nehme ich dich daher mit auf eine ehrliche Reise zwischen zwei Welten!

00:00:58: Wie sieht meine Sadhana heute aus, jetzt wo ich nicht mehr in Indien bin?

00:01:02: Was hat sich verändert?

00:01:04: Was ist geblieben und was trägt mich durch den Alltag hier in

00:01:08: Europa?".

00:01:09: Ich spreche darüber, ob ein spirituelles Leben in Indien wirklich leichter fällt wie du Yoga und Spiritualität auch im westlichen Alltag leben kannst.

00:01:19: Und was es bedeutet zwischen den Welten zu leben und doch ganz in dieser Welt zu sein?

00:01:26: Für alle die sich fragen, wie bleibt die Praxis echt wenn das Leben drumherum alles andere als spirituell ist viel Freude beim hören!

00:01:40: Ja, herzlich willkommen ihr Lieben!

00:01:42: Ich freue mich wieder mit euch zu plaudern.

00:01:46: Etwas einseitig wie gewohnt hier aber vielleicht lasst ihr mir ja am Ende ein paar Zeilen da und gebt mir Rückmeldung.

00:01:56: Ja, ich bin jetzt hier in der Schweiz.

00:01:59: Seit fünf Wochen bin ich zurück aus Indien vor genau fünf Wochen angekommen.

00:02:04: Ich habe gerade noch mal ein Kalender geguckt das ist ja auch gar nicht so lang aber irgendwie ist schon wieder so viel passiert und dass es sich für mich lange anfühlt.

00:02:14: diese Ortswechsel helfen mit tatsächlich sehr die Zeit sehr intensiv wahrzunehmen.

00:02:22: was sich für Ja, jetzt gerade bin ich im Schweizer Bergdorf.

00:02:29: Hier sind auch schon im letzten Jahr vielleicht sogar vor zwei Jahren Podcast-Folgen entstanden.

00:02:35: Ich habe hier das Glück ganz tolle Freunde zu haben bei denen ich sein kann und jetzt sitze ich hier gerade mit Blick.

00:02:44: Ich sitze vom Fenster und schaue wirklich auf die Berge.

00:02:48: Die Bergspitze ist noch verschneit heute scheint etwas die Sonne Aber ich habe hier, ich bin jetzt glaube ich schon so knapp drei Wochen hier und da habe ich schon alle Jahreszeiten quasi erlebt.

00:03:06: Als ich ankam war es total sommerlich dann hat's zwischendrin sogar schon mal geschneit.

00:03:12: und ja jetzt ist irgendwie so ein Zwischending was sich tatsächlich ein bisschen nach Frühling anfühlt, was ja!

00:03:19: von der Zeit auch ganz gut passt.

00:03:22: Mal gucken, wie sich das weiterentwickelt!

00:03:26: Ja aber heu jetzt mal zum Thema, zum heutigen Thema.

00:03:31: Wie gesagt mich hat eine Nachricht von einer höheren Erreich.

00:03:37: Liebe Gangarani vielen Dank dafür und ich lese nochmal die Nachricht vor.

00:03:44: Sie schrieb, wie sieht eigentlich deine Sadhana jetzt aus?

00:03:47: Wo du nicht mehr bei Ski war oder in Indien bist.

00:03:51: Wie viel Indien ist bei dir zu Hause auf der Matte?

00:03:54: Merkst du einen Unterschied?

00:03:56: Das würde mich mega als Podcast interessieren!

00:03:59: Und wie kann die Spiritualität gewahrt werden in einem Deutschland wo Spiritualität und die Sutras so wenig im Alltag präsent

00:04:07: sind?!

00:04:08: Das würde ich sehr lieben, wenn du uns ein paar Einblicke gewähren würdest.

00:04:13: Quasi zwischen den Welten und doch in der Welt!

00:04:16: Ja, schöne Frage die mich inspiriert hat und mir auch die Chance gibt selbst nochmal darüber zu reflektieren.

00:04:24: und ich fange mal mit dem ersten Teil der Frage an, nämlich wie meine Sadhana jetzt aussieht auch im Vergleich dazu, wie es in Indien war.

00:04:36: nochmal für alle denen der Begriff sadhana nicht so geläufig ist.

00:04:41: Das ist einfach erklärt quasi eine regelmäßige spirituelle Praxis.

00:04:49: Und wer meine Folgen auch aus Indien schon gehört hat, der hatte ja schon ein paar Einblicke bekommen.

00:04:55: Dort hatte ich das große Glück eben vor allem in der Zeit.

00:04:59: Ich war ja überwiegend in Boa wo auch mein Lehrer Shiva ist und dort konnte ich eben jeden Tag neunzig Minuten harter Yoga praktizieren Mit Asana Praxis, also den Körperübungen mit Shavasana der Entspannung.

00:05:16: Mit Pranayama, den Atemübung und mit Meditation.

00:05:21: auch Mantras werden täglich rezitiert Und da fühle ich mich dann wirklich immer sehr gut aufgehoben mit meiner Praxis.

00:05:31: Es ist eine ganz klassische Haterpraxis wo die Wirbelsäule in alle Richtungen bewegt wird und wo eben so die wesentlichen Elemente in der Praxis enthalten sind und das ist für mich immer eine sehr runde Sache.

00:05:47: Und im Anschluss hatte ich dann auch immer das Vergnügen, eben noch etwas Zeit mit Schieber zu verbringen, ihm Fragen zu stellen wenn mir irgendwas auf dem Herzen lag.

00:05:58: Das ist natürlich wirklich ein sehr besonderes jeden Tag mit so einem Lehrer praktizieren zu können.

00:06:06: Jetzt bin ich zurück im Europa und hier ja auch an unterschiedlichen Orten.

00:06:12: Und hier ist es insofern jetzt wieder sehr anders, dass sich jetzt wieder überwiegend alleine praktizieren.

00:06:20: Also in Indien hatte ich auch einen Teil den ich alleine gemacht habe die Klassen fing immer um acht an und ich bin meist früh aufstehend weil ich auch früh ins Bett gehe einen paar Techniken auch alleine gemacht, bevor ich zum Yoga gegangen bin.

00:06:37: Wenn ich müde war habe ich es auch mal später gemacht oder auch mal nicht aber in der Regel hatte ich so eine halbe Stunde Praxis alleine am Morgen und dann eben neunzig Minuten mit Shiva Und jetzt übe ich eben wieder ganz alleine.

00:06:52: In meiner Vergangenheit habe ich auch viel Online-Klassen dann besucht bei Lehrern und Lehrerinnen aus Indien wenn ich zurück in Europa war.

00:07:01: Im Moment genieße ich es tatsächlich, aber auch mal wieder alleine zu praktizieren.

00:07:06: Das schonmal als großen Unterschied.

00:07:08: in allem steckt ja immer was Gutes und man könnte meinen das ist jetzt hier ein Verlust dass sich nicht mehr mit meinem Lehrer sein kann.

00:07:17: Aber es hat eben auch Vorteile, nämlich dass ich jetzt wieder ganz für mich praktizieren kann.

00:07:22: Dort sind ja jeden Tag wechselnde Menschen und ich bin ein feinfühliges Wesen und häufig nehme ich die Menschen um mich rum dann auch sehr wahr.

00:07:31: Ihr habt ja auch schon mal eine Folge hier eventuell von mir gehört wo ich... Ich weiß gar nicht mehr wie ich die Folge genannt habe aber wo so zwei Männer morgens kamen Wo ich nicht so viel Raum mehr für mich hatte, wo ich mich nicht ganz wohlgefühlt habe.

00:07:49: Meistens fühle ich mich dort wohl auch wenn andere Menschen da sind.

00:07:51: aber es ist halt ein großer Unterschied ob man morgens ganz alleine auf der Matte ist und auch noch gar nicht groß geredet hat oder ob man schon mit dem Scooter zwanzig Minuten durch die Gegend gefahren ist, schon Menschen getroffen hat dann vielleicht schon Smalltalk gemacht hat mit den anderen Studenten die in die Klasse kommen.

00:08:10: Genau das ist ein Unterschied und ich kann eben beide viel abgewinnen.

00:08:16: Aber jetzt gerade ist es eben auch schön, und ich mache auch gerade bewusst nur sehr selten Online-Klassen weil ich's eben auch genieße wieder ganz für mich zu praktizieren.

00:08:26: Die Praxis sieht aber an den meisten Tagen trotzdem fast genauso aus.

00:08:31: also Ich habe mir diesmal meine Praxis hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder verändert.

00:08:37: Es gibt Bestandteile die immer bleiben Aber es gibt auch Bestandteile, die sich ändern.

00:08:42: Und in meiner Vergangenheit war's häufig so einfach aufgrund der Zeit, dass ich ein bisschen Abstriche machen musste.

00:08:50: Dass ich zum Beispiel dann früher war der Fokus auf Assanas und den Körperübungen.

00:08:56: Dann wurde immer mehr Pranayama.

00:08:59: Ich habe noch vor einem Jahr überwiegend morgens Pranajama geübt – häufig eine Stunde Pranāyama Und dann noch ein bisschen Meditation.

00:09:09: und inzwischen mir sind alle Bestandteile so wichtig.

00:09:12: Das merke ich eben immer wieder, wenn ich denn eben in Indien bin und dieser Chance habe, alle Teilen zu üben, dann merk' ich wie gut mir das tut!

00:09:22: Und jetzt die fünf Wochen wo ich wieder hier bin, hab ich auch immer noch meinen Fokus darauf, möglichst jeden Tag alles zu praktizieren.

00:09:32: also ich mache einen Moment... eigentlich eine fast identische Praxis, wie ich es mit Shiva gemacht habe und über aber eine andere Meditationstechnik.

00:09:46: Bei ihm haben wir immer eine Om-Chanting-Meditation.

00:09:50: Wenn ich alleine meditiere, habe ich meine eigenen Anführungsstrichen individueller Meditationspraxis Und so unterscheidet sich die Praxis an sich, also gar nicht so groß.

00:10:01: Ein noch ein Unterschied und auch was auch ein Vorteil durchaus ist... Ich spare viel Zeit.

00:10:08: in Indien bin ich wie gesagt jeden Morgen ums Guter hin gefahren dann habe ich noch mit Shiva geredet wir haben oft zusammen gefrühstückt dann bin ich wieder zurückgefahren.

00:10:15: bis ich dann mal an meinem Schreibtisch saß und anfangen konnte zu arbeiten war denn schon ordentlich zeit vergangen.

00:10:24: Und ja in Indien, ich will dann auch immer schon wieder zum Sonntag.

00:10:26: Dann gehe ich irgendwann Mittagessen und zum Sonnenuntergang gehe ich ans Meer.

00:10:30: also manchmal sind mir die Tage da wirklich gefühlt so ein bisschen aus den Händen geglitten.

00:10:34: natürlich habe ich die Zeit mit wunderschönen Dingen verbracht aber dann saß ich eben häufig abends noch lange am rechner weil ich tagsüber gar nicht so viel zeit hatte und das geht in indien gut in der Regel morgens keine Meetings habe, weil durch die Zeitverschiebung wenn ich in Indien aufstehe dann schläft man in Deutschland noch und sogar freitags unterrichtig immer um sieben eine Morgenklasse.

00:11:02: Und das ist nach indischer Zeit eben je nachdem ob Sommer oder Winterzeit des elf Uhr dreißig oder zwölf Uhr dreissig.

00:11:08: also habe ich halt morgens total viel Zeit für meine eigene Praxis und bevor ich die ersten Meetings hab Und das ist natürlich daher dort auch irgendwie möglich.

00:11:19: Danach kann ich diese Zeit wirklich sehr gut nutzen, die ich spare durch den Fahrtweg und ich bin eben auch mit der Zeit flexibel.

00:11:28: Wie gesagt, die Klassen haben immer erst um acht angefangen.

00:11:31: Ich stehe eigentlich gerne früh auf wenn ich in meinem so normalen Rhythmus bin und dann kann ich eben auch früher anfangen zu praktizieren.

00:11:38: Dann sitze ich auch früher am Schreibtisch.

00:11:40: jetzt bin ich ja wieder an der deutschen Zeitzone.

00:11:43: Auch das hat Vor- und Nachteile, aber da habe ich dann eben auch manchmal schon nach morgen Meetings.

00:11:48: Also auch das ist ein bisschen anders.

00:11:52: Und gleichzeitig ja, ich übe regelmäßig, aber es ist jetzt auch wieder ein bisschen flexibler.

00:12:00: also... Ich passe meine Praxis durchaus an, meine Bedürfnisse an!

00:12:06: Und wenn ich eben einen Tag hab, wo ich nicht so energetisch bin dann ist es vielleicht halt körperlich ein bisschen ruhigere Praxis oder... und dann fallen ein bisschen Assanas weg.

00:12:18: Ich mach mehr Pranayama oder Meditation.

00:12:21: Die Meditation ist deutlich länger, wenn ich alleine übe in der Gruppenklasse.

00:12:28: Häufig sind da ja auch Anfänger, ne?

00:12:30: Da meditieren wir meist gar nicht so lange.

00:12:32: Und wenn ich alleine übe dann kann ich meditiert solange Ich will.

00:12:36: das ist für mich eigentlich auch ein Vorteil.

00:12:39: Das klingt jetzt nach so vielen Vorteilen Obwohl man meinen könnte Ja dass sich die Praxis dieser dann in Indien bevorzugt.

00:12:49: Aber es ist tatsächlich so Dass ich immer mehr und die Dinge so hinnehmen kann wie sie sind.

00:12:56: und wirklich Ja, das ist so sehr dass ich jetzt gerade genau das habe was jetzt gerade für mich gut ist.

00:13:03: und ich hatte dieses wahnsinnige Glück, solange eben so intensiv mit Lehrer zu üben.

00:13:08: Und jetzt hab' ich auch das Wahnsinnige Glück, dass sich all das, was ich in den Monaten gelernt habe alleine... mit mir umsetzen kann und dem kann ich auch sehr viel abgewinnen.

00:13:21: Und gleichzeitig bin ich mit Shiva in Kontakt, nicht mehr täglich aber wann immer irgendwas ist, ist er nur ein Anruf entfernt sodass auch da mir gar nicht soviel fehlt Ein vielleicht nicht sehr gravierender, aber wirklich auch ein Unterschied ist es wieder in der Kälte zu praktizieren.

00:13:42: Gerade eben die körperliche Praxis.

00:13:45: In Indien war's ja wirklich unfassbar warm.

00:13:47: jetzt zum Schluss und was aber schön ist das Gewebe- und die Muskulatur ist so weich dass viele Übungen gerade eben intensive Öffnung und Denung mir wirklich viel leichter fielen.

00:14:00: dort Und jetzt hier komme ich mir manchmal wieder ganz steil vor, weil es war jetzt wie gesagt die teilweise auch wirklich noch bitter kalt in den Bergen und ja das fühlt sich tatsächlich auch körperlich ganz anders an hier wieder zu praktizieren.

00:14:17: Noch etwas ist hier deutlich ruhiger.

00:14:21: also gerade in diesem Bergdorf aber auch sonst in Indien üben wir in einer sehr offenen Schala.

00:14:30: Jetzt in Goa ist es jetzt auch nicht wahnsinnig viel Straßenverkehr oder so, aber man hat immer Geräusche.

00:14:36: Da ist immer was los.

00:14:37: viele meinen irgendwie Indien dieses spirituelle Land das heißt so ruhig und besinnlich Und dass mag Gegenden geben wo's so ist Aber in Indien ist eben auch ganz viel Chaos und Indien is laut und wild und chaotisch.

00:14:52: Dann prägt man eben auch das immer in der Praxis mit.

00:14:58: Und jetzt hier, in diesem Schweizer Bergdorf ist es unfassbar friedlich und das ist natürlich auch schön!

00:15:08: Auch daraus kann ich viel ziehen in meiner Praxis.

00:15:12: wenn diese Stille im Außen fällts oft noch leichter die Stille am Innen zu finden Und gleichzeitig ist natürlich Indien ein sehr, sehr spirituelles Land und darauf zählt ja auch der zweite Teil der Frage ab.

00:15:32: Was da denn eigentlich der Unterschied ist in so einem Land wo die Spiritualität so greifbar ist zu praktizieren oder eben in einem Land, wo man das Gefühl hat dass Spiritualität in der breiten Gesellschaft nicht so eine große Rolle.

00:15:48: Und dazu werde ich auch noch kommen, wenn ich so hier erzähle eben von meiner Sardana und wie ausführlich die ist, neunzig Minuten manchmal sogar zwei Stunden.

00:16:00: es mir auch immer wichtig noch dazu zu sagen dass sich das bei mir über Jahre aufgebaut hat und nicht aus dem Gefühl heraus, das müsste so sein.

00:16:12: Sondern wirklich aus einer ganz, ganz großen Sehnsucht danach.

00:16:17: Mir ist bewusst dass es für viele Menschen überhaupt nicht möglich ist, so viel Zeit sich für Yoga zu nehmen.

00:16:26: Und das ist ebenso wichtig, dass man sich eine Praxis aufbaut die individuell zu sich passt.

00:16:33: In meinem Leben spielt Yoga einfach eine unfassbar große Rolle.

00:16:37: Also mir ist das... Das ist einfach mein Weg, das ist mein Leben!

00:16:42: Ich musste vorhin lachen.

00:16:44: Ich habe meinen E-Reader zur Hand genommen.

00:16:47: Dadurch dass ich so viel Reise versuche nicht mehr so viele Bücher und Notizzette rumzuschleppen.

00:16:51: Deswegen habe ich einen E-Reader und gleichzeitig ein Notizbuch.

00:16:55: Und da steht... Da kann man sich so Ordner anlegen und da steht tatsächlich Yoga Bücher, Yoga Notizen, Yoga Dokumente, Yoga Geschichte, Yoga Workshops.

00:17:08: Wo ich dachte, ich hätte das Yoga einfach weglassen können weil mir ist einfach eben alles Yoga.

00:17:14: Und deswegen... Man muss immer aufpassen wenn man sich vergleicht und dann denkt man so Gott die praktiziert jeden Tag zwei Stunden Wie gesagt, dass es einfach weil ich da für viel, viel Raum geschaffen habe und ich erinnere mich auch noch vor einigen Jahren spätestens.

00:17:35: Ich hatte kürzlich einen Interview mit einer Studentin die ihren Master schreibt über Authentizität bei Retreats in Indien.

00:17:48: Da hat sie mich zu diesem Thema befragt und da hatte ich die Gelegenheit eben auch nochmal so zurückzudenken, weil viele Fragen zu meinem Yoga-Wekam und meiner Ausbildung, um die ich in Indie gemacht habe.

00:18:01: Und da wurde mir noch mal bewusst... Da musste ich zurückdenken, wie doll sich mein Leben verändert hat.

00:18:07: Seit ich meine erste Ausbildung in Indien abgeschlossen habe und nach Hause kamen.

00:18:13: Diese wahnsinnig große Sehnsucht hat mehr Praxis in meinem Leben haben zu können.

00:18:19: Damals war ich noch voll berufstätig und bin auch beruflich viel gereist.

00:18:25: also kam manchmal erst spät abends nach Hause und musste morgen früh wieder ins Büro.

00:18:31: da war das einfach gar nicht möglich.

00:18:34: Da sah meine Praxis komplett anders aus und ich hatte aber innerlich diesen ganz, ganz großen Wund nach einem Leben in dem ich Raum habe für diese Praxis.

00:18:43: Und ich glaube wenn man eben wirklich diese ganz tiefe Sehnsucht in sich hat dann das ist für mich manifestieren.

00:18:51: Dann manifestiert man sich diese Dinge weil dann sieht man Chancen Und dann greift man zu, wenn sich Chancen ergeben.

00:18:58: Dann sucht man nach Möglichkeiten und manchmal geht das nicht sofort.

00:19:03: auch bei mir hat es wie gesagt wirklich Jahre gedauert bis ich jetzt ein Leben führe wo ich so viel Raum für meine Praxis habe.

00:19:12: egal wo ich bin ob ich in Indien bin in Deutschland in der Schweiz Ich kann mir das so einbauen und gleichzeitig ist es auch eben wichtig, wo dieser Wunsch herkommt.

00:19:31: Also ich bin auch viel gelassener mit mir geworden weil früher hatte ich oft noch dieses Gefühl von Ich müsste das doch eigentlich, weil es wird ja auch immer gesagt nur wer regelmäßig übt hat wirklich einen Nutzen daraus und so weiter.

00:19:46: Und dann hatte ich eben wirklich das Gefühl, es müsste doch so sein.

00:19:50: Dann habe ich mich über mich selbst geärgert.

00:19:52: Wenn's mal nicht geklappt hat war noch so streng mit mir dachte immer oh du bist nicht diszipliniert genug Das müsste auch anders sein und haben wir dadurch das Leben eigentlich noch selber schwer gemacht.

00:20:03: Und heutzutage gibt es auch Tage wo ich nicht praktiziere kommt nicht so oft vor aber kommt vor.

00:20:11: Und zum Beispiel, wenn ich krank bin.

00:20:13: Zum Beispiel wenn ich lange gereist und einfach total müde bin was mich auch häufig etwas ablenkt.

00:20:19: Ich verbringe auch...ich habe ja kein eigenes Zuhause mehr und hab das große Glück wie auch jetzt gerade bei Freunden sein zu können.

00:20:26: Auch davon lasse ich mich manchmal ablenken Wenn ich dann mit Menschen umgeben bin die einen anderen Rhythmus haben.

00:20:32: Dann ist man vielleicht noch bei deiner Praxis und hört wir alle anderen schon beim Frühstück sitzen und dann hat man auch Lust bei denen dein Frühstuck zu sitzen.

00:20:39: Es ist auch immer mehr, von alleine entwickelt sich es immer mehr so.

00:20:42: Dass ich mir auch unter anderem diese Zeit für mich immer nehme aber manchmal eben auch nicht.

00:20:48: oder manchmal verkürze ich so ein Passes an und ich ärgere mich dann nicht mehr über mich.

00:20:53: also das ist für mich absolut kein Muss.

00:20:56: Ich habe überhaupt kein festes Vorhaben dass ich jetzt jeden Tag so und solange praktizieren muss, sondern es ist für mich eigentlich selbstverständlich das sich nach dem Aufstehen auf die Matte gehe bevor ich richtig in den Tag starte.

00:21:13: Und wenn ich dann aber eben ganz furchtbar müde war und länger geschlafen habe und weiß Jetzt hab' ich in einer Stunde schon im ersten Termin Dann praktiziere ich eben kürzer und ich ärgere mich nicht darüber.

00:21:23: Es ist einfach so wie's ist.

00:21:25: Das passt sich immer alles an mein Alltag an.

00:21:30: Noch ein Beispiel, weil mir ist gerade so ein erster Schritt auch als ich noch berufstätig war.

00:21:39: Als ich noch angestellt war.

00:21:40: da hat man ja nicht diese Freiheiten sich so viel Zeit rauszunehmen.

00:21:43: Aber auch da ist manchmal viel mehr möglich, als wir denken.

00:21:48: Als ich einen neuen Job angefangen hatte war das erste was sich an meinen ersten Arbeitstag gefragt habe ob es möglich ist dass ich Freitags immer erst um neun oder neun und dreißig weiß nicht mehr so genau anfange weil ich eben unbedingt morgens in eine Yoga-Klasse gehen wollte.

00:22:07: Das war mir so wichtig, dass ich das direkt am ersten Tag gefragt habe und abgeklärt hab – und es war dann auch möglich!

00:22:15: Und jetzt war grad kürzlich, habe ich unabhängig von zwei verschiedenen Frauen in meiner Community, in meinem Onlinestudio wurde mir erzählt Die eine hat sich schon diesen Freitagmorgen jetzt eingeräumt, weil die inzwischen unterrichtlich ja selber eine Freitagnorgenklasse.

00:22:33: So dass sie dort immer teilnehmen kann und die andere möchte gerne an ihrem neuen Job das mit ihrem Chef besprechen, weil er das eben auch so wichtig ist Und Sie möchte jetzt auch gerne immer an diesem freitagmordenteil nehmen können.

00:22:46: Dann es hat mich so gefreut, weil ich dachte Ja genau Das ist es!

00:22:51: Ich möchte Menschen... das Glück erfahren lassen, dass ich erfahre durch diesen Weg und möchte es weitergeben.

00:23:01: Und jetzt machen da Frauen genau das was ich vor einigen Jahren auch gemacht habe und das hat mich richtig, richtig toll gefreut.

00:23:08: und oft man denkt manchmal ist alles nicht möglich aber häufig ist dann eben doch wie gesagt wenn uns etwas ganz toll wichtig ist viel mehr möglich als wir so denken.

00:23:22: Ja, komme ich mal zum zweiten Teil der Frage.

00:23:27: Der ja irgendwie auch noch ein bisschen zum ersten gehört nämlich wie kann die Spiritualität gewahrt werden in einem Deutschland wo Spiritualität und die Sutras so wenig im Alltag präsent sind?

00:23:45: Das ist wirklich eine spannende Frage!

00:23:49: zu der ich glaube auch noch viel erzählen kann.

00:23:52: Also erst mal, das ist ja einer von vielen, vielen Gründen die mich immer wieder nach Indien ziehen dass ich dort viel Spiritualität im Alltag erlebe.

00:24:05: Und für mich, die eben hier in Westen aufgewachsen ist und wo ich selber... Ich habe mich dann zwar irgendwann meinen Eltern haben nicht taufen lassen, ich hatte es dann frei, ob ich mich konfirmieren lassen will, dann wurde ich bei der Konformation getauft.

00:24:22: Irgendwann bin ich auch wieder aus der Kirche ausgetreten.

00:24:26: Ich habe mich schon mit Thema Gott beschäftigt, aber finde das Thema Kirche wirklich schwierig und wie viele Kriege im Namen von Religionen geführt werden.

00:24:39: Das passt doch alles nicht zusammen.

00:24:41: Und ich bin in Berlin aufgewachsen.

00:24:43: Es gibt ja Teile in Deutschland ... die religiöser geprägt noch sind.

00:24:50: Aber ich bin halt eher in so einer Atmosphäre aufgewachsen, wo Religion eigentlich keine Rolle spielt und wo man sich eher von der Kirche abwendet auch aus Gründen, die ich bis heute sehr gut nachvollziehen kann.

00:25:04: Und dann noch bin ich heute der Meinung das eben der Kern von Religion, von Spiritualität Ja, ein sinnvoller ist und dass wir Menschen davon eigentlich sehr viel profitieren können eben von diesen an etwas Größeres auch zu glauben halt ein bisschen rauszukommen aus dem Verstand.

00:25:24: Wir sind so ein fassbar Verstandes geprägt uns wieder mehr hinzugeben zu vertrauen und zu akzeptieren.

00:25:32: all diese Qualitäten die habe ich eben auf meinen Indienreisen in der Gesellschaft zwischen den Zeilen wahrnehmen können, die mir hier in Deutschland oder Europa eben sehr gefehlt haben.

00:25:52: Und so ist es für mich auch, als ich dann in Indien das erste Mal Yoga praktiziert habe.

00:25:58: War das wirklich eine besondere Erfahrung?

00:26:01: Weil es eben dort mir von Menschen gelehrt wurden die in so einer Kultur aufgewachsen sind, in der man das eben sehr ... viele sehr verinnerlicht haben dieses Vertrauen hingeben Akzeptanz im Moment sein und so weiter Und das tut mir unfassbar gut, ist von jemandem ja der diese Qualitäten wirklich lebt und sie nicht nur kürzlich erfahren hat.

00:26:29: Das dann beigebracht zu bekommen.

00:26:31: da hatte ich das Gefühl dass Sakt alles nochmal viel viel tiefer und bis heute kann ich diesen Unterschied wahrnehmen.

00:26:41: Das ist so blöd, das zu pauschalisieren.

00:26:44: Ich will gar nicht sagen dass es nicht auch im Westen lehrende gibt die das ebenso lehren können.

00:26:50: aber ich persönlich habe vor allem das in Indien so erfahren und erfahre es immer wieder dort und das hat mir dann der Vergangenheit auch ganz häufig sehr gefehlt.

00:27:04: Ich habe schon häufiger mal erzählt, dass ich ja mal so eine Krise hatte und danach auch eine Therapie angefangen hab.

00:27:11: Und die Therapeuten war auch Hyogini und hat diese Dinge mit einfließen lassen was für mich wirklich ganz wertvoll war.

00:27:21: Sie hat immer mich wieder daran erinnert um das Indien in mir ist!

00:27:26: Und sie meinte, ich muss lernen mir das innere Indien zu bewahren.

00:27:32: Und so würde ich sagen, habe ich jetzt die letzten Jahre da wirklich dran gearbeitet in Anführungsstrichen mir dieses innere Indiens zu bewahren.

00:27:42: Ich hab früher gedacht wie soll denn das nur gehen?

00:27:46: Immer wenn ich nach Hause komme bin ich in dieser anderen Atmosphäre und die Menschen sind schlecht drauf und wie sich alle verhalten.

00:27:57: Das ist alles so schnell wieder vergessen, wenn ich zurück bin.

00:28:03: Dieses Mal bin ich zurückgekommen nach Hause und empfinde es diesmal nicht so.

00:28:10: Ich habe das Gefühl, dass mein inneres Indien mir diesen Ziel sehr nahe zu bewahren.

00:28:19: Ich bin jetzt fünf Wochen hier.

00:28:21: Ich werde euch auf dem Laufenden halten, falls es sich verändert!

00:28:26: Aber im Moment habe ich, ich hatte sonst häufig so ein Kulturschock beim nach Hause fahren.

00:28:31: Dieses Mal hatte ich den nicht und ich war dieses mal ganz besonders gespannt wie es mir gehen wird wenn ich nach Hause komme.

00:28:40: dann das ist ja das erste Mal dass ich nach Deutschland gekommen bin aus Indien ohne ein eigenes Zuhause zu haben Und ich dachte vielleicht wird das hier auch ein bisschen herausfordernd.

00:28:52: Ich war einfach neugierig wie sich das so entwickeln wird.

00:28:55: Und bisher ist das das angenehmste nach Hause kommen, weil ich die Menschen als sehr freundlich wahrnehme.

00:29:04: Auch in Berlin auch in Hamburg egal wo ich jetzt war Ich hatte gar nicht den Eindruck dass die Leute alles so schlecht drauf sind und ich kam auch zu einem guten Zeitpunkt wieder.

00:29:14: Das war grad so ein bisschen frühlingshaft obwohl in Hamburg war es eiskalt aber in Berlin war es Frühlingshaft.

00:29:21: Aber ich habe eher das Gefühl, dass es gar nicht so sehr um das Außen ist was sich verändert hat.

00:29:27: Sondern dass es des Innenes was sich verändert hat und dass so wie hier in dieser Nachricht ja auch geschrieben würde Ja Einblicke zu geben dieses zwischen den Welten sein.

00:29:44: und doch in der Welt Ich habe mich immer sehr zwischen den Welten gefühlt.

00:29:50: Irgendwie, ja einmal in Indien erlebe ich das eine und dann in Deutschland oder Europa erleb' ich das andere Und inzwischen haben sich diese Weltengefühlt sehr vereint und ich kann alle Qualitäten In Indien und auch in Europa wahrnehmen.

00:30:13: Dann wenn man nach Indien kommt Manche erfahren es direkt, manche aber vielleicht auch erst nach einiger Zeit.

00:30:21: Dass auch hinter diesen spirituellen was man doch überall sieht weil dort spielt einfach Glauben und Religion eine ganz andere Rolle.

00:30:31: ich kenne dort kaum jemanden der nicht religiös ist ja nicht entweder eine Kirche in einer Moschee oder einen Tempel geht.

00:30:38: die meisten Menschen sind dort eben religiöses gibt.

00:30:42: gerade in den Hinduistischen Gegenden gibt es auch an jeder Straßenecke Tempel, in den christlichen Gegenden.

00:30:51: Gibt's aber eben auch dann Jesuskreuz und das ist alles sehr präsent und man sieht die Menschen vor den Altaren, ihre Putschas machen – wirklich einfach so im Alltag auf der Straße.

00:31:04: Und gleichzeitig habe ich viel mit Shiva drüber gesprochen.

00:31:09: Es ist manchmal auch eine sehr oberflächliche Spiritualität.

00:31:12: Also, manchmal ist es auch sehr dieses Wenn ich das und das mache dann möchte ich dass und das bekommen.

00:31:19: Es gibt ganz viele Traditionen von wenn du in diesen Tempel gehst mach jetzt, sag jetzt einfach irgendwas nur irgendwie dreimal um diese Statue läuft.

00:31:33: Dann bekommst du eine gute Hochzeit oder dann wirst du immer gesund sein ne?

00:31:38: Es gibt ganz ganz viele von diesen Ritualen und ich mag inzwischen auch diese Rituaale Ich war ja auch selber auf einer Pilgerreise habe hier auch in einer Folge schon von erzählt in Tempeln.

00:31:51: Ich kann den inzwischen einiges abgewinnen.

00:31:54: Früher war das noch nicht so, aber ich habe mich dem geöffnet.

00:31:57: Aber ich weiß auch dass es manchmal sehr mechanisch ausgeführt wird oder auch sehr mit so einer Erwartung verknüpft.

00:32:06: also nicht dieser Gedanke von Karma Yoga wo man einfach etwas tut ohne auf das Resultat zu hoffen sondern sehr Ich mache das um das und das zu bekommen Und das hat dann mit Spiritualität eben auch gar nicht so viel zu tun.

00:32:24: Also da wird dann vielleicht was praktiziert, wo auch ja einfach auch häufig aus einem Pflichtgefühl, wieviel habe ich auch schon mitbekommen dass einfach von der Gesellschaft wird erwartet das du so und so oft in Tempel oder die Kirche gehst oder die Familie erwartet es.

00:32:41: also wie viele wirklich tiefe Spiritualität ist und steht auch auf einem anderen Blatt.

00:32:51: Und genauso, weil hier in der Frage ja auch gesagt wird wie kann Spiritualität gewahrt werden?

00:32:59: In einem Deutschland wo Spiritualität und die Sutras so wenig im Alltag präsent sind.

00:33:05: Auch in Indien ist es dieses oberflächlicher sage ich mal ist irgendwie präsend aber wie viel dann wirklich dahinter steckt.

00:33:13: also dort erlebt man auch viel Was man jetzt nicht so erwarten würde, also da passieren auch schlimme Dinge.

00:33:22: So kleine Alltagsgeschichten, dass ich einen Mann gesehen habe der nach Kuh unheimlich doll mit einem Stock auf den Hintern gehauen hat nur weil sie ihn ein bisschen im Weg stand.

00:33:33: Man hat in Indien diese Straßenkühle die Kuhstand von einem Gemüse laden wo der Laden gibt denen halt immer Reste von Gemüses ist doch klar das sie da steht und wartet und er hat dir wirklich mit all seiner Wucht diesen Stock auf den Hintern geschlagen.

00:33:51: Und ich hab auch erlebt, hatte ich glaube ich auch mal erzählt wo ich eine Unterkunft gebucht hatte die wirklich völlig daneben war also das Haus.

00:34:00: es war so dreckig und schüchterlich und ich wollte dort nicht bleiben.

00:34:05: und dann wurde mir gesagt ja kein Problem du kannst abreisen wir kriegen wir geben dir deinen deposit ... deine Anzahlung zurück.

00:34:19: Und dann hat es nicht direkt geklappt mit dieser Online-Überweisung, es hat irgendwie drei Wochen gedauert und dann habe ich's auch nur wieder bekommen weil mir ein Inder geholfen hat... ...und auf Hindi mit dem Telefoniert hatte, ich weiß nicht was er genau gesagt hat aber innerhalb von fünf Minuten hatte ich dann plötzlich mein Geld zurück.

00:34:39: Aber da gibt´s auch Menschen die sich nicht ethisch moralisch spirituell verhalten und genau so erlebe ich dann eben, wenn ich dann wieder an Deutschland oder in Europa bin.

00:34:53: Da ist es nicht mehr so präsent im Alltag das Menschen eine einer Religion nachgehen oder eben praktizieren, aber dafür ist es für mich manchmal oder jetzt immer mehr greifbar zwischen den Zeilen.

00:35:08: Also hier gibt's auch so viele Menschen die dafür diese Ethik von der wir auch im Yoga sprechen leben, auch wenn sie noch nie die Sutras gelesen haben.

00:35:20: und das gibt es auch.

00:35:22: also es gibt alles überall.

00:35:27: Indien und Deutschland unterscheiden sich wahnsinnig, aber andersrum irgendwie auch wieder nicht.

00:35:33: Alles ist verbunden und für mich werden diese Unterschiede irgendwie immer kleiner.

00:35:41: und ich merke wirklich worum es ja auch im Yoga geht und was man im Yoga sagt dass man das alles in dir anfängt.

00:35:51: also be the change you want to see sei die Veränderung, die du in der Welt sehen willst.

00:36:01: Wenn wir uns so ausrichten wie es sich für uns gut anfühlt dann reflektiert das Außen und dass auch immer mehr was im Inneren passiert nämlich dass diesmal war, wie gesagt in der Vergangenheit war es für mich anders zwischen diesen Welten zu bewegen und das hat sich sehr unterschiedlich angefühlt.

00:36:30: Und es wird für mich immer mehr eins die Unterschiede werden immer kleiner.

00:36:39: Fällt nun also ein spirituelles Leben in Indien leichter?

00:36:45: als in Deutschland oder Europa.

00:36:49: Ich hätte in der Vergangenheit ganz bestimmt Jahr gesagt, mit meinen aktuellen Erfahrungen würde ich sagen es ist unabhängig von dem Ort an den wir sind und das hat sich aber wirklich jetzt über die Jahre verändert.

00:37:06: Ich habe mich lange lange Zeit So weggesehen aus dem Alltag, den ich hatte.

00:37:13: Ich habe wirklich zeitweise gedacht, ich will in einem Aschramm leben!

00:37:17: Ich will mich zurückziehen von all dem.

00:37:21: Aber wahre Spiritualität findet... nach meinen Empfinden im Alltag statt.

00:37:28: Selbstverständlich ist das für jeden etwas anderes, ich sage jetzt nicht dass es falsch ist zum Beispiel eine jugische Nonne zu sein oder auch eine christliche Nonne oder welche Religion auch immer.

00:37:38: Es gibt sicher Menschen für die es der richtige Weg ist eben voll und ganz sich dann von dieser Gesellschaft zurückzuziehen und vielleicht in einem Aschramm zu leben und seine Zeit dort zu verbringen.

00:37:52: Nach meiner Erfahrung einfach aus den vielen Jahren, in denen ich mich jetzt mit all diesen Themen beschäftige.

00:38:00: Ist das aber im Ashram findet ihr auch noch mal das Leben statt?

00:38:04: Häufig wenn man so mal kurz an einem Ashram zu besuchen, kriegt man es nicht so mit.

00:38:08: Aber wenn man dann mal länger dort ist... Dort wird auch gelästert.

00:38:13: Dort sind auch Leute neidisch auf den anderen, auch dort was von außen häufig so spirituell und heilig aussieht ist im Innenen dann eben auch anders.

00:38:25: überall dort wo Menschen sind passieren auch ungerecht halten oder einfach spielen einfach diese Ego-Theme eine Rolle, wer am Astschramm ist ist auch noch nicht unbedingt erleuchtet.

00:38:38: Vielleicht findet man im Aschram mehr erleuchtete Menschen, aber man findet dort eben auch ganz viele, ganz normale Menschen und hat dort eventuell auch wieder die gleichen Schwierigkeiten.

00:38:53: Also für mich ist immer die Lösung hier und jetzt, das zu akzeptieren was gerade ist immer mehr darauf zu vertrauen dass man genau an dem richtigen Ort ist für diesen Moment.

00:39:06: Das heißt nicht, dass man sich auch einen anderen Ort in der Zukunft träumen kann.

00:39:11: Man kann ja auch Pläne schmieden wenn es ein wirklich jetzt irgendwo hinzieht.

00:39:15: aber der Gedanke dass die Lösungen einem Ort liegt ist, denke ich nicht vollkommen richtig.

00:39:25: Auch wenn ich natürlich zugeben muss dass Indie mich sehr sehr positiv geprägt hat das sich dort unheimlich viel lernen durfte, dass ich mir auch wirklich aus tiefsten Herzen wünsche!

00:39:39: Dass ich dort immer wieder hin reisen kann und dass ich dort noch ganz viel Zeit verbringen kann Im Moment, wo die Weltlage ja auch unruhig ist und die Situation mit dem Kerosin nicht einfach.

00:39:53: Da mache ich mir natürlich auch meine Gedanken, oh was ist nur?

00:39:57: Wenn ich da nicht wieder hin kann dann der Flug ist ja schon gebucht für Anfang Oktober Und ich habe jetzt zugegebenermaßen schon nach Schiffen gegoogelt ob ich mit einem Schiff im kommen kann.

00:40:12: Also ich bin auch nicht vollkommen frei davon, mich nach bestimmten Orten eben zu sehnen.

00:40:22: Das ist ja vielleicht auch noch ein kurzer Schwenk dass wir der Ayurveda lehrt uns das Außeneinfluss auf uns hat.

00:40:34: Wer schon von Ayurveda gehört hat kennt die Doshas und diese Bioenergien oder grundlegenden Energien, aus denen wir zusammengesetzt sind.

00:40:45: Die befinden sich eben auch im Außen und je nachdem was für eine Umgebung wir uns befinden hat das eben auch Einfluss auf die Doshas in uns.

00:40:56: so kann zum Beispiel eine große laute Stadt das Vata in uns erhöhen während wir uns vielleicht an anderen Orten geerdeter fühlen etc.

00:41:08: Und Yoga lehrt uns aber eben, dass die Lösung im Innen liegt und kann uns helfen immer unabhängiger davon zu sein.

00:41:18: Wenn man jetzt an so weise Yogis denkt, das Ziel des Yoga schon erreicht haben dann sind sie immer gut verbunden mit sich und in dem gleichen Zustand egal wo sie sind.

00:41:36: Und das ist eben eine Qualität, die wir auch üben wollen.

00:41:41: Immer an dem Ort zu sein, an dem wir sind und dort die innere Ruhe usw.

00:41:47: zu finden.

00:41:49: Und gleichzeitig kann es eben helfen sich immer wieder an Orte auch zu geben, dies uns besonders leicht machen.

00:41:57: und für mich... ist Indien so ein Ort, obwohl Indien auch weit gefasst ist.

00:42:03: Es gibt auch viele Orte in Indien, in denen es auch schwer fallen kann weil eben ja Indien ist ein riesengroßes Land mit wahnsinnig vielen Unterschiedenen.

00:42:11: Das ist eigentlich ganz ganz viele Länder In einem so viele Staaten.

00:42:16: jeder Staat hat eine eigene Kultur und so weiter.

00:42:20: aber Ja es gibt eben Orten in Indie die mir in meiner Vergangenheit sehr geholfen haben auf diesem Weg Und gleichzeitig weiß ich, dass wir nicht von Orten abhängig sind.

00:42:33: Auch wieder dieser Therapeute, schrägstrich spirituelle Lehrerin sagte zu mir, es haben auch schon Menschen im Gefängnis zur Erleuchtung gefunden und das fand mich sehr bildhaft und einprägsam und hilft mir immer wieder, mir vor Augen zu führen, dass ich eben unabhängig bin vom Ort an dem Ich Bin.

00:42:58: Ja.

00:42:59: Ich würde sagen, ich hoffe, liebe Gangarani das konnte deine Fragen beantworten.

00:43:05: Ich hoffe du kannst etwas daraus mitnehmen!

00:43:07: Das hoffe ich natürlich auch bei allen anderen Hörern und Höhreinnen und alle die das Gefühl haben sie können von Indien profitieren.

00:43:18: Sie wollen mehr Indien auf ihrer Mathe haben.

00:43:23: Den kann ich nur sagen da bist du bei mir goldrichtig.

00:43:28: In meiner Community, in meinem Online-Studio bringe ich regelmäßig Indien zu euch nach Hause.

00:43:37: Wir haben im kommenden Monat widmen wir uns dem Thema, finde dein Guru und da wird mein Lehrer Shiva das erste Mal zu Gast.

00:43:47: seinem Online-Studio wird seinen Satz angeben.

00:43:50: Zu dem Thema es gibt in der Videothek schon etliche Workshops und Specials sowohl Philosophie, Theorie als auch Praxis von diversen tollen Lehrenden aus Indien Und ich bin dabei, mein... Angebot zu erweitern.

00:44:10: Ich gründe gerade das Dharma Haus, eine Online-Schule für wedische Weisheiten.

00:44:17: auch dort wird es in Zukunft noch mehr Angebote aus Indien geben.

00:44:23: also wenn ihr diesen Ruf spürt und da mehr von dieser Weisheit erfahren wollt, wenn ihr nicht die Möglichkeit habt selbst nach Indien zu reisen und gerne Indien in euren Wohnzimmern haben wollt dann seid ihr hier genau richtig.

00:44:39: Ihr findet alle Infos natürlich in der Podcast-Beschreibung, stöbert da gerne auf meiner Website und es entsteht gerade die neue Website.

00:44:50: zum Dharma Haus wird wahrscheinlich noch nicht da sein wenn diese Folge erscheint aber hoffentlich bald!

00:44:55: Es gibt aber schon eine Warteliste fürs Dharmahaus und da könnt ihr euch gerne eintragen wenn ihr mehr erfahren wollt.

00:45:05: Ja, heute Morgen hatte ich schon zwei Stunden Praxis.

00:45:08: Heute bin ich auf meine vollen Kosten gekommen und hatte viel Indien auf meiner Matte denn im Herzen ist es eben immer da ganz egal wo ich bin!

00:45:22: Alles Liebe für dich bis zum nächsten Mal und Namaste.

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