Lichtblick 18 - Ujjayi-Atmung: Gehört sie in jede Asana-Praxis?
Shownotes
Heute beantworte ich eine Frage, die mir häufig von Teilnehmerinnen gestellt wird: Sollte man Ujjayi-Atmung (die Atmung, die ein Meeresrauschen entstehen lässt) während der Asana-Praxis üben oder separat im Sitzen. In dieser Folge erfährst du, wie es zu dem Zusammenführen von Pranayama (Atemtechniken) und Asanapraxis (Körperübungen) kam, für wen das geeignet ist, und für wen eher nicht.
Lass mich gerne deine Meinung wissen. Ich freue mich über Kommentare!
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00:00:19: Herzlich willkommen bei Lichtblicke, dem Kurzformat vom Make Yoga lifestyle Podcast.
00:00:24: Dieses Format ist für YouTube entstanden!
00:00:27: Wenn du mir also gerne beim Reden zu gucken möchtest dann schau gerne auf meinem YouTube Kanal vorbei lealemang minus yoga und dort findest du Milch.
00:00:38: und ansonsten finde ich dir viel Freude beim Hören.
00:00:44: Namaste und willkommen auf diesem Kanal über Yoga und die Weisheiten Indiens.
00:00:51: Ich freue mich, dass du wieder dabei bist!
00:00:54: Und heute widmen wir uns eine Frage, die ich immer wieder Gestellt bekomme.
00:01:00: ich unterrichte für Pranayama die Atemübungen aus dem Yoga und heute geht es speziell um die Ujjayatmung.
00:01:14: Und warum siegreich, worüber siegen wir?
00:01:18: Einmal sollen wir eben Kontrolle über unseren unruhigen Geist bekommen.
00:01:23: Dann lenken wir auch unsere Energie!
00:01:25: Wir wollen die Energie nach oben lenken und Ujjay Atmung soll uns auch helfen stärke und Fokus zu finden.
00:01:36: Welche Frage zu dieser Atmungen erreicht mich am häufigsten?
00:01:41: ob man sie während der Assana Praxis üben sollte oder nicht.
00:01:48: Wenn du selbst Anhängerin vom Vinyasa Flow, oder vom Astanga Yoga bist und dann kennst du das wahrscheinlich!
00:01:58: Und dass dort eben diese Ujjayatmung häufig zusammen mit der Assana-Praxis geübt wird.
00:02:07: Was ist genau diese Ujjayatmung?
00:02:10: Wir verengen hier diese Stimmritze und es entsteht ein Rauschen, das heute ist kein Erklärvideo wie du es praktizierst.
00:02:20: Das würde ich lieber zusammen mit dir machen wenn ich dich sehe Es geht mehr um den Effekt auch immer wieder etwas, wo man häufig, wo zwei Welten zusammenkommen.
00:02:34: Weil eben zum Beispiel Astangis immer so üben, dass sie eben dieses Rauschen während der Praxis haben.
00:02:44: und in anderen Klassen bei mir zum Beispiel beim klassischen Harter Yoga da wird auch ruhig mal Ujjay geübt, eben während der Pranayama-Praxis aber im Sitz.
00:02:57: Und wie kommt es nun zu diesem Unterschied?
00:03:01: Das ist vielleicht auch für einige Schüler-Schülerinnen ganz spannend.
00:03:07: Ich hatte selbst schon die Situation, dass eben Menschen in meiner Klasse sind, die nicht Ujjay üben und dann kommt jemand dazu der eben normalerweise Astanga übt und der rausstellt die ganze Zeit und manchmal fühlen sich andere gestört oder sind irritiert.
00:03:23: da würde ich tatsächlich immer empfehlen euch dem anzupassen, was der vor euch unterrichtet.
00:03:30: Weil jeder Atemtechnik hat einen Effekt wie ich gerade schon einige Effekte auch von Ojai kurz genannt habe oder einige Ziele und die Lehrende denkt sich dabei wie sie unterrichtete.
00:03:44: Und ich weiß natürlich je fortgeschritten man ist auf dem Weg das du klarer ist an die man üben will.
00:03:50: aber dann noch würde ich immer empfehlen, euch dem was der da vorne steht anleitet auch zu folgen.
00:03:59: Solange es eben nicht irgendwie völlig natürlich gegen das geht, was ihr für richtig haltet.
00:04:06: und zurück zum Thema Was soll Ujjay Atmung erreichen?
00:04:15: Es soll den Geist zur Ruhe bringen, wie gesagt.
00:04:20: Das soll auch helfen, den Atem zu kontrollieren und zu verlängern, dadurch Ruhe in den Geists zu bringen.
00:04:27: Es soll die Energie lenken.
00:04:29: rein körperlich hat es eine schleimlösende Wirkung.
00:04:33: Es wirkt auf unser Agni, auf das Verdauungsfeuer.
00:04:36: Es hat also auch die Funktion uns von innen herauszuwärmen.
00:04:42: Es hat auch eine reinigende Wirkung.
00:04:44: Das soll die Nadis, die Energiekanäle reinigen und auch die Datus unserer Gewebe reinigen Und eben unseren Geist beruhigen und gleichzeitig fokussieren.
00:04:57: das heißt Ujjay ist sowohl eine beruhigende Technik als aber auch ein etwas aktivierender Konzentrationsfördernde Technik Eine super wertvolle Atemtechnik die wirklich sehr richtig allen empfehlen kann zu üben.
00:05:16: Warum unterrichte ich es im Sitzen?
00:05:20: Wenn wir in die alten Texte gucken zum Beispiel, das ist gar nicht so alt aber ein Text der des Hatha-Yoga eben grundlegend bild und ich meine hier hatha yoga nicht als dieser Yoga Stilhatha Yoga sondern im Ursprung des Hathayoga einen Überbegriff für alle Techniken, die wir eben mit dem Körper üben für Asanas Pranayama Reinigungstechniken.
00:05:44: Die hat da Yoga.
00:05:45: Pradipikal kommt aus den vierzehnten Jahrhundert und dort wird es getrennt beschrieben.
00:05:54: also Wir haben Asanas, wir haben Pranajama aber wir üben es getrannt.
00:05:58: alle Pranaja Übungen werden in einem aufrechten Sitz für sich geübt.
00:06:06: Wann und warum haben wir also angefangen Pranayama und Asanas zu kombinieren?
00:06:11: Das geht zurück auf Krishna Matscharia, der im zwanzigsten Jahrhundert in Mysore gelehrt hat.
00:06:19: Und was war sein Ziel?
00:06:21: Er wollte junge Männer mit viel Kraft und starken gesunden Körper eine dynamischere Praxis geben!
00:06:34: Asanas, die Körperhaltung weniger statisch zu machen und sie mehr in den Fluss zu bringen.
00:06:41: Und Sie auch zu kombinieren mit der Atmung, mit der Ujjayatmung.
00:06:47: Ujjay dadurch dass wir die Stimmritze zusammenziehen verlängert unsere Atmungen!
00:06:53: Sie gibt uns die Möglichkeit mehr Zeit zu haben während eines Atemzuges und in diesen dynamischen Yoga-Stilen kommt uns das zugute, weil wir dann mehr Zeit haben in die nächste Haltung zukommen.
00:07:09: Wie gesagt wurde das eben speziell gemacht für gesunde starke junge Männer.
00:07:17: Krishna Matscharia hat eben noch traditionell unterrichtet und hat die Praxis angepasst auf die Menschen, die er lehrt.
00:07:26: Er war der Anfang von Yoga-Stilen.
00:07:30: Darüber spreche ich auch in einem meiner längeren ausführlichen Podcastfolgen etwas ausführlicher.
00:07:38: Er hatte unter anderem den Schüler Patabi Joyce.
00:07:43: Patabi-Joyce hat diese Techniken von Krishna Macharia gelernt und hat daraus ein Yoga Stil gegründet, den ihr heute unter Astanga Yoga kennt.
00:07:54: Heutzutage übt ja jeder, jede Astanga.
00:07:59: Es sind nicht mehr nur die jungen starken Männer.
00:08:01: Das sind manchmal auch Menschen, die ganz andere körperliche Voraussetzungen haben.
00:08:06: Astanga ist nach wie vor ein recht vorderender Yoga-Style, der aber wenn man eine gute Lehrer hat, auch runtergebrochen werden kann.
00:08:21: Aber das war quasi dieser Beginn davon Pranayama und hier im speziellen Ujjayi mit Asanas zu kombinieren.
00:08:30: Das hat also seine Berechtigung und kann auch wirklich viele wertvolle Benefits haben, ich selbst hatte mal ein ganz schönes AHA-Erlebnis wo ich in Pashi Motanasana der sitzenden Vorwärtsbeuge Ujjai praktiziert habe um.
00:08:45: plötzlich konnte ich viel tiefer mich beugen.
00:08:49: Wir lernen immer wieder und erfahren immer wieder, dass der Atem dieses Bindeglied ist zwischen Geist- und Körper.
00:08:56: Und so können wir ihn uns häufig auf verschiedenste Weisen zu Nutze machen.
00:09:01: Warum unterrichte ich trotzdem nicht so?
00:09:04: Weil Ujjay wirklich erstmal vollkommen beherrscht werden sollte!
00:09:13: häufig, dass ich immer wieder wenn Menschen ihn eben mit Assanas zusammenbringen das in die falsche Richtung geht.
00:09:22: Wie gesagt hat Ujjay zwar eine beruhigende Wirkung aber auch eine stimulierende aktivierende.
00:09:28: Und wenn wir in Assanas sind und uns zusätzlich anspannen, wenn wir körperlich angestrengt sind, dann sehe ich immer wieder das auch diese Ujjayatmung sehr angestrent wird.
00:09:38: Dann wird hier verkrampft im Halsbereich dieser Atem, wird so richtig gequetscht und auch sehr laut!
00:09:45: Das ist ein ganz deutliches Zeichen dafür dass das Nervensystem jetzt ungewollt aktiviert wird, dass Stresshormone freigesetzt wird und es vollkommen kontraproduktiv was man in dem Moment erreichen möchte.
00:10:02: Es ist eine nicht ganz einfache Atemübung, die man aber sehr gut lernen kann auch wenn jemand fortgestritten ist.
00:10:10: Wenn jemand auch wirklich sehr geübt ist ja regelmäßig praktiziert.
00:10:14: Man kann das total gut zusammenbringen Aber es wird häufig viel zu schnell den Teilnehmern und Teilnehmerinnen beigebracht Und auch nicht richtig beigebracht.
00:10:24: Das sollte eher ein sanftes Rauschen sein und kein völlig gepresstes Krächzen und es sollte eben ganz entspannt möglich sein, ohne ungewollt den Körper unter Stress zu setzen.
00:10:43: Du solltest immer darauf achten dass hier trotzdem Weite bleibt und keine Verengung.
00:10:49: Und aus yogischer Sicht kann's ja auch zu einer energetischen Überhitzung kommen.
00:10:54: Es wird Rajas aktiviert diese auch sehr aktivierende Energie und es wird auch das System ungewollt überhitzt.
00:11:06: Ich hatte ja vorhin schon gesagt, dass hat auch eine aktivierende Wirkung auf unser Agni, auf das innere Feuer ohnehin ja schon eine erhitzende Körperpraxis übst.
00:11:20: Warum willst du dich zusätzlich noch erhitzen mit dem Atem?
00:11:25: Das kann gemacht werden, wenn wir das sehr gut können und es wirklich beherrschen.
00:11:30: aber es sollte vorsichtig damit umgegangen werden.
00:11:35: Ich würde auch wirklich sagen dass es Kontraindikationen gibt nämlich wer unter Bluthochdruck leidet oder auch unter chronischen Stress der sollte davon lieber die Finger lassen.
00:11:49: Wie denkst du darüber?
00:11:50: Übst du Ujjay während der Praxis, übst du es im Sitzen oder übst Du ist noch gar nicht!
00:11:58: Lass es mich gerne wissen und ja wenn du mehr solche Impulse hören möchtest dann folge mir gerne hier bei YouTube oder vielleicht hörst du's auch im Podcast.
00:12:15: Lasst mir gerne ein Kommentar da, ich freue mich immer von euch zu lesen.
00:12:19: Alles Liebe und Namaste!
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